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02.06.2006 - Pro Bit eine Insel: Forschungszentrum Rossendorf stellt im Rahmen der "Stadt der Wissenschaft" Projekt vor

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Wenn der Wind über die Dünen bläst, entstehen Wellen im Sand. In vergleichsweise kurzer Zeit wird eine gleichförmige Struktur erzeugt, für deren künstliche Herstellung Menschen sehr viel länger brauchen würden. Dieses Prinzip wenden die Nanotechnologen des Forschungszentrums Rossendorf auf Oberflächen an.

Dabei wird ein Ionenstrahl über eine Probe geschickt, auf der er in ähnlicher Weise wie der Wind am Strand eine wellenförmige Struktur erzeugt. Wird die Fläche gedreht, entstehen kleine Inseln, Größenordnung 20 bis 30 Nanometer (ein Nanometer entspricht einem Milliardstel eines Meters).

Eingesetzt werden soll diese Technik in der Herstellung von Festplatten. Auf deren Speicherfilmen liegen die einzelnen Bits, die die Informationen enthalten, dicht nebeneinander. Durch die räumliche Nähe entstehen Wechselwirkungen zwischen ihnen. Je kleiner die Medien werden, desto stärker und störender die Wechselwirkungen. Dieses Problem könnte gelöst werden, indem jedem Bit ein räumlich abgegrenzter Ort, eben eine solche, mit dem Ionenstrahl erzeute Insel, zugewiesen wird. Für Computerhersteller, die immer mehr Informationen auf immer kleinerem Raum unterbringen müssen, ist diese Entwicklung von entscheidender Bedeutung.

Im Jahr seines 800. Jubiläums ist Dresden vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft als "Stadt der Wissenschaft 2006" ausgezeichnet worden. Als vielfältigste Wissenschaftslandschaft im Osten Deutschlands verfügt Dresden über eine Infrastruktur von zehn Hochschulen, drei Max-Planck-, fünf Leibniz- und elf Fraunhofer-Instituten. Hinzu kommen zahlreiche Transfereinrichtungen, Netzwerke, Kompetenzzentren sowie forschende Unternehmen.

(02.06.2006 / Quelle: saxxess.com / Stadt Dresden "Stadt der Wissenschaft 2006" / Bild: FZ Rossendorf)