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06.04.2006 - Jedes fünfte Industrieunternehmen in Sachsen forscht mit Erfolg

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Wirtschaftsminister Jurk will sich in der kommenden Förderperiode für einen höheren Anteil der Mittel des Europäischen Regionalfonds für die Forschungsförderung einsetzen.
Mehr als ein Fünftel der sächsischen Industrieunternehmen forscht und entwickelt neue Produkte und Technologien. Damit führt Sachsen die Riege der ostdeutschen Länder an. Im Auftrag des sächsischen Wirtschaftsministeriums hat die EuroNorm GmbH die "Forschungs- und Entwicklungspotenziale im Wirtschaftssektor des Freistaates Sachsen 2001 bis 2004, Plan 2005" analysiert. "Die Untersuchung zeigt, dass Unternehmen, die in Forschung und Entwicklung aktiv sind, ihre Umsätze und Exporte steigern konnten und insgesamt höhere Erträge als Unternehmen ohne Forschung erwirtschaften.", so der Staatsminister für Wirtschaft und Arbeit, Thomas Jurk.

In Sachsen - wie in den neuen Ländern insgesamt - sind vor allem kleine und mittlere Unternehmen in Forschung und Entwicklung aktiv. Im gesamtdeutschen Maßstab sind es dagegen hauptsächlich Großunternehmen. Über alle Unternehmensgrößen hinweg sind der Maschinenbau, die Herstellung von Büromaschinen und Datenverarbeitungsgeräten, die Rundfunk-, Fernseh- und Nachrichtentechnik sowie Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen die potenzialstärksten Branchen mit jeweils mehr als 1.000 FuE-Beschäftigten.

"Erfreulich ist", so Jurk, "dass sich im Vergleich zu 2001 doppelt so viele Forschung und Entwicklung betreibende Unternehmen an Netzwerken beteiligen. Netzwerke sind vor allem für die kleinen und mittleren Unternehmen ein guter Weg, an Spitzenentwicklungen dranzubleiben und von der Innovationskraft der Großen zu profitieren."

"Wir wollen technologisch an der Spitze mitmischen. Darum setze ich mich auch dafür ein, dass in der kommenden Förderperiode ein deutlich höherer Anteil der Mittel des Europäischen Regionalfonds für die Förderung von Innovationen, von Wissenschaft, Technologie und Technologietransfer zur Verfügung steht."

Von 1.000 Erwerbstätigen sind in der sächsischen Wirtschaft im Durchschnitt 4,9 Personen in Forschung und Entwicklung tätig. Das ist Spitze unter den neuen Ländern, liegt aber deutschlandweit noch zurück. Hier kommen immerhin 7,9 Industrieforscher auf 1.000 Erwerbstätige. Die Studie "Forschungs- und Entwicklungspotenziale im Wirtschaftssektor des Freistaates Sachsen 2001 bis 2004, Plan 2005" kann im Internet abgerufen werden.

(06.04.2006 / Quelle: saxxess.com / SMWA / Bild: SMWA)