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28.02.2006 - Mitteldeutsche Elektro- und Elektronikbranche weiter im Aufwind

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Logo des Zentralverbandes der Elektrotechnik- und Elektroindustrie (ZVEI) e.V.
Ein deutliches Umsatzplus sowie mehr Beschäftigung und Ausbildungsplätze kennzeichnen den Verlauf des Geschäftsjahres 2005 für die Elektronik- und Elektrobranche in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Nach Angaben des Zentralverbandes der Elektrotechnik- und Elektroindustrie (ZVEI) konnte der Umsatz in den Mitgliedsunternehmen um 7 Prozent gesteigert werden. Dieses Wachstum lag damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 1,7 Prozent. Der Anteil Ostdeutschlands am Gesamtumsatz der Branche in Deutschland von 165 Mrd. Euro liegt bei zehn Prozent. Diese Zahlen berechtigten mit Blick auf dass weltweite Wachstum von durchschnittlich sechs Prozent "zu den schönsten Hoffnungen", so Staatssekretär Hartmut Schauerte vom Bundeswirtschaftsministerium.

Allein in Sachsen lag der Umsatz bei rund fünf Milliarden Euro. Einen wesentlichen Anteil an diesem Wachstum entfällt auf das Exportgeschäft, das um durchschnittlich 17,9 Prozent zulegte. Neben Grossunternehmen wie AMD und Infineon trugen auch viele mittelständische Unternehmen des Freistaates zu diesem gleich bleibend guten Ergebnis bei. Die guten Umsatzergebnisse wirkten sich auch positiv auf den Arbeitsmarkt aus. In Sachsen nahm die Beschäftigung in der Elektronik- und Elektrobranche um 3,4 Prozent zu. Die Zahl der Beschäftigten in ZVEI-Mitgliedsunternehmen Mitteldeutschlands erhöhte sich insgesamt um 1.000 auf 22.600, was einer Steigerungsrate von 4 Prozent entspricht. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind damit 30 Prozent aller Beschäftigten der Branche in Ostdeutschland tätig.

Der für Sachsen und Thüringen zuständige ZVEI-Geschäftsführer Günter Errmann betonte, dass angesichts der guten wirtschaftlichen Situation der Unternehmen und auch im Hinblick auf die erwartete künftige Entwicklung die Konsolidierungsphase als endgültig beendet angesehen werden kann. Doch Errmann forderte auch auf, dass Augenmass zu wahren: "Die politischen Vorgaben zur verstärkten Nutzung regenerativer Energieträger gehen zu Lasten eines gesunden Energiemixes und verteuern damit Strom zusätzlich". Doch nicht nur die die ständig steigenden Energie- und Materialkosten, sondern auch die geplante Einführung von Mindestlöhnen könnte die die Existenz vieler Unternehmen in den neuen Bundesländern gefährden und damit Arbeitsplätze kosten, so der ZVEI-Landesstellenvorsitzende.

In einer Umfrage der ZVEI über die Geschäftsaussichten für das erste Halbjahr 2006 beurteilten rund 95 Prozent der Unternehmen diese als besser oder gleich bleibend. Der Auftragsbestand ist steigend, was sich bei über der Hälfte der Mitgliedsunternehmen in einer Auslastung der Produktionskapazitäten von über 90 Prozent niederschlägt. 65 Prozent aller Unternehmen haben zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine betriebswirtschaftlich stabile Eigenkapitalquote von mehr als 25 Prozent.


Der ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. vertritt die wirtschafts-, technologie- und umweltpolitischen Interessen der deutschen Elektroindustrie auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene. Er informiert gezielt über die wirtschaftlichen, technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen für die Elektroindustrie in Deutschland.
Der ZVEI fördert die Entwicklung und den Einsatz neuer Technologien durch Vorschläge zur Forschungs-, Technologie-, Umweltschutz-, Bildungs- und Wissenschaftspolitik. Er unterstützt eine marktbezogene, internationale Normungs- und Standardisierungsarbeit. Grundlage der Verbandsarbeit ist der Erfahrungs- und Meinungsaustausch zwischen den Mitgliedern über aktuelle technische, wirtschaftliche, rechtliche und gesellschaftspolitische Themen im Umfeld der Elektroindustrie. Hieraus werden gemeinsame Positionen erarbeitet. Aus dem engen Kontakt des ZVEI mit Politik und öffentlicher Verwaltung sowie aus dem verbandsinternen Erfahrungsaustausch resultieren umfassende, auf die spezifischen Bedürfnisse der Elektroindustrie abgestimmte Informationen über markt- und wettbewerbsrelevante Entwicklungen.

(28.02.2006 / Quelle: saxxess.com / ZVEI e.V. / Bild: ZVEI e.V.)