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14.02.2006 - Infineon entwickelt Plattformen für Billig- und Multimedia-Handys mit viel Neukundenpotenzial

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Nachdem der Halbleiterhersteller Infineon, der auch in Dresden Chips für den Mobilfunkbereich fertigt, die Mobiltelefonhersteller Panasonic und BenQ Mobile als Kunden gewinnen konnte, entschied sich jetzt auch der weltweit größte Mobilfunkbetreiber Vodafone für die Technologie von Infineon. Durch die Entwicklungen der UMTS-Dual-Plattform (MP-EU), dem Basisbandprozessor S-Gold3H und dem E-Goldvoice-Chip zielt Infineon auf die Technologie von preisgünstigen Handys und trifft damit offenbar den Nerv der Mobilfunkunternehmen bzw. den der Endkunden.

Vodafone prüfte die UMTS-Multimedia-Plattform von Infineon Technologies und berücksichtigte sie für die Aufnahme in ihr Portfolio. Die ersten 3G-Handys auf dieser Basis sind bereits für Mitte 2006 geplant. Mobilfunkstandards wie UMTS, EDGE und GSM/GPRS finden durch diese Innovation Unterstützung. Eine positive Bewertung der Technologie durch Vodafone könnte Infineon weitere Möglichkeiten bei anderen Herstellern eröffnen.

Das jüngste Mitglied der Basisbandprozessorfamilie S-GOLD bringt eine Verdreifachung der heute möglichen HSDPA- (High-Speed Downlink Packet Access) Datenraten von bis zu 7,2 Mbit/s. "Breitband-Multimedia-Anwendungen für das Handy werden damit massenmarktfähig", so Prof. Dr. Hermann Eul, Vorstandsmitglied und Leiter des Geschäftsbereichs Communication Solutions der Infineon Technologies AG. Infineon ist mit dieser Neuerung im mittleren Marktsegment nach eigenen Angaben der erste Halbleiterhersteller weltweit, der so enorm hohe HSDPA-Datenraten anbietet.

Die Weltneuheit im Bereich der Mobilkommunikation ist ein Chip namens E-GOLDvoice, dessen Leistung sich auf einfaches Telefonieren, die SMS-Funktion und das Abspielen polyphoner Klingeltöne beschränkt. Da die Nachfrage nach einfach zu bedienenden Handys ohne technische Spielereien wächst, hat die Generation der Ultra-Preiswerten-Handys gute Chancen auf dem Markt.


Infineon Technologies AG bietet Halbleiter- und Systemlösungen für Automobil-, Industrieelektronik und Multimarket, für Anwendungen in der Kommunikation sowie Speicherprodukte. Infineon ist weltweit tätig und steuert seine Aktivitäten über Landesgesellschaften in den USA aus San Jose, Kalifornien, im asiatisch-pazifischen Raum aus Singapur und in Japan aus Tokio. Mit weltweit rund 36.400 Mitarbeitern erzielte Infineon im Geschäftsjahr 2005 (Ende September) einen Umsatz von 6,76 Milliarden Euro. Das DAX-Unternehmen ist in Frankfurt und New York (NYSE) unter dem Symbol "IFX" notiert. Am Standort Dresden werden Speicher- und Logikchips gefertigt.

(14.02.2006 / Quelle: saxxess.com / Infineon / Bild: Infineon)