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10.02.2006 - Der Sprung zum Erfolg: Chemnitzer Forscher simulieren Skisprünge

Heike Hermsdorf und Thomas Härtel vom Institut für Mechatronik an der TU Chemnitz analysieren die Ergebnisse der Simulation eines Skisprunges.
Auf Grundlage des leistungsstarken Modellierungs- und Simulationssystems alaska und dessen biomechanischen Zusatzmoduls DYNAMICUS wurde von den Wissenschaftlern ein komplexes 3D-Mehrkörpermodell entwickelt, das den Skisprung vom Anlauf bis zur Landung realitätsnah auf dem Computer abbilden kann.
Das System umfasst eine detaillierte Beschreibung des Springers, der Ski und des Systems Schuh-Bindung. "Der Skisprung als komplexer Bewegungsablauf stellt große Herausforderungen an die Simulation, da verschiedene Kräfte beim Absprung bis zum Übergang in die Flugphase wirken", erklärt Projektmitarbeiterin Heike Hermsdorf vom Institut für Mechatronik.
Dazu kommen aufwendige Untersuchungen im Windkanal und auf der Fichtelbergschanze in Oberwiesenthal. An High-Speed-Videoaufnahmen von Testsprüngen werden z. B. Knie- und Hüftwinkel und Oberkörper- und Unterkörperwinkel zum Schanzentisch berechnet sowie Körperwinkel und Skianstellwinkel zur Flugbahn ermittelt. Aber auch im Labor gemessene mechanische Kenngrößen von Sprungski und Schuh fließen in die Untersuchungen ein.
Im Bereich des Hochleistungssports kam DYNAMICUS schon häufiger zum Einsatz, so z. B. bei den sächsischen Medaillenhoffnungen im Eiskunstlauf Aljona Savchenko und Robin Szolkowy.
Das gemeinsam vom Institut für Mechatronik und dem Institut für Angewandte Trainingswissenschaft bearbeitete Projekt
(10.02.2006 / Quelle: saxxess.com / TU Chemnitz / Bild: TU Chemnitz/Uwe Meinhold)



