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08.02.2006 - Energiesparende Prozessoren für Handys, Laptops & Co. aus Dresden

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Prof. Dr. Gerhard Fettweis, Vodafone-Stiftungslehrstuhls an der TU Dresden
An der TU Dresden geht am Vodafone Stiftungslehrstuhl für "Mobile Nachrichtensysteme" das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit 350.000 Euro geförderte Projekt "Prozessorarchitekturen und Compilertechniken zur verlustarmen digitalen Signalverarbeitung" erfolgreich zu Ende. Das Projekt wurde in einer Forschungskooperation mit der Universität Dortmund durchgeführt.

Professor Fettweis erläutert den Forschungshintergrund des Projekts: "Viele IT-Anwendungen haben aufgrund der komplexen Daten- und Signalverarbeitungsprozesse einen hohen Energieverbrauch. Dies ist insbesondere bei tragbaren Geräten wie Handys, Laptops oder PDAs (Personal Digital Assistants), die vielfältige Funktionen integrieren, ein zentrales Problem." Im Mittelpunkt des Forschungsprojekts stand deshalb die Entwicklung neuer Prozessorarchitekturen und Programmiertechniken, mit dem Ziel, den Energieverbrauch zu senken.

Dabei wurde ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der sowohl Hardware als auch Software umfasste. Der Softwareaspekt wurde vor allem an der Universität Dortmund untersucht. Die Arbeit an energiesparenden und leistungsstarken Prozessorarchitekturen wurde hauptsächlich an der TU Dresden durchgeführt.

Das Forscherteam hat spezifische Designmethodiken und Architekturen für stromsparende Signalprozessoren entwickelt. Im Projektverlauf wurden Energiekostenmodelle für bestehende Chips entworfen. Auf deren Basis haben die Forscher Prozessorstruktur wie Programmablauf hinsichtlich der Energieeffizienz optimiert. Das DFG-Projekt hat drei Generationen von digitalen Signalprozessoren (DSPs) hervorgebracht. Insbesondere der SAMiRA-DSP der 3. Generation zeichnet sich sowohl durch hohe Rechenleistung als auch durch einen geringen Energieverbrauch aus.


Die Ergebnisse der Forschungsarbeiten an der TU Dresden flossen in zahlreiche wissenschaftliche Publikationen ein und werden in Firmenausgründungen weiter genutzt. Das 2005 gegründete Unternehmen Dresden Silicon ist im Bereich von DSPs für Videoapplikationen tätig und die 1999 gegründete Systemonic AG, jetzt Philips Semiconductors, ist mit dem Nachfolgemodell der ersten DSP-Generation erfolgreich in den WLAN-Markt eingestiegen.

(08.02.2006 / Quelle: saxxess.com / TU Dresden / Bild: www.mobilesummit2005.org)