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03.02.2006 - Deutsch-chinesische Forschungsimpulse für die Nanotechnologie

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Die TU Chemnitz ist seit vielen Jahren für Studenten und Promovenden aus China eine begehrte Studienadresse. Derzeit kommen 301 der 741 ausländischen Studierenden aus China. Acht von ihnen schreiben ihre Doktorarbeit
Am 1. April 2006 startet an der TU Chemnitz erstmals ein internationales Graduiertenkolleg. Sein Schwerpunkt: Materialien und Konzepte für fortschrittliche Metallisierungssysteme. Das neue Kolleg wird für die nächsten viereinhalb Jahre von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit 3,4 Millionen Euro finanziert.

"Gemeinsam mit ihren chinesischen Partnern der Fudan University und der Shanghai Jiao Tong University werden Chemiker, Physiker sowie Elektro- und Informationstechniker der Technischen Universität Chemnitz neueste Materialien auf Nanometerebene sowie ihre Anwendbarkeit in der industriellen Massenproduktion elektronischer Schaltkreise untersuchen", berichtet deren Sprecher Prof. Dr. Thomas Geßner, Inhaber der Professur Mikrotechnologie und Direktor des Zentrums für Mikrotechnologien (ZfM) der TU Chemnitz.

Zu den Projektpartnern gehört ebenfalls der Chemnitzer Institutsteil des Fraunhofer-Instituts für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM) Berlin, der auch von Prof. Geßner geleitet wird. Zudem wird ein Nachwuchswissenschaftler der TU Berlin am Projekt mitwirken.

Das internationale Kolleg ermöglicht den jungen Wissenschaftlern aus Chemnitz, Berlin und Shanghai, über Themen an der Schnittstelle von grundlagen- und anwendungsorientierter Forschung zu promovieren und Erfahrungen im Bereich der Nanoelektronik sowie der Mikro- und Nanotechnologien zu sammeln. Für die deutschen und chinesischen Teilnehmer sieht das Ausbildungsprogramm zudem Seminare, Workshops und Sommerschulen vor sowie einen etwa dreimonatigen Aufenthalt im jeweiligen Partnerland.

Die Forschungsergebnisse der Stipendiaten sollen international vorgestellt und diskutiert werden. Interessenten aus allen Bereichen, in denen die Nanotechnologie genutzt wird, können von den Ergebnissen profitieren aber auch Anstöße zu ihrer technischen Realisierung liefern.


Das internationale Graduiertenkolleg der TU Chemnitz und ihrer Partnerunis in Shanghai ist eins der 26 neuen Graduiertenkollegs der DFG, die unter 205 Neuanträgen fachlich am besten überzeugt haben. Derzeit schließen rund sechs Prozent aller Doktoranden in Deutschland ihre Promotion in Graduiertenkollegs ab. Absolventen von Graduiertenkollegs sind in der Regel umfassender qualifiziert und durchschnittlich zwei Jahre jünger als andere Doktoranden. Der Anteil der ausländischen Promovierenden ist mit 28 Prozent an den Graduiertenkollegs fast dreimal so hoch wie im Bundesdurchschnitt.

(03.02.2006 / Quelle: saxxess.com / TU Chemnitz / Bild: TU Chemnitz)