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16.01.2006 - Sächsischer Verdienstorden für Werkleiter der Wacker Siltronic AG

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Mit der heutigen Verleihung tragen 145 Bürgerinnen und Bürger den Sächsischen Verdienstorden
Für sein hervorragendes berufliches Engagement bei der Erhaltung, Sanierung und Sicherung des Halbleiterstandortes Freiberg wurde heute der Werkleiter der Wacker Siltronic AG (Werk Freiberg), Manfred Richter, mit dem Sächsischen Verdienstorden geehrt.

Die Verleihung der höchsten Auszeichnung der Sächsischen Staatsregierung fand heute im Rahmen einer Feierstunde im Gobelinsaal der Dresdner Gemäldegalerie Alte Meister statt. Gemeinsam mit vierzehn weiteren Bürgerinnen und Bürgern, die sich in herausragendem Maße für den Freistaat Sachsen engagiert haben, nahm Manfred Richter die Auszeichnung aus den Händen von Ministerpräsident Georg Milbradt entgegen.

Gewürdigt wurden damit die besondern Verdienste Richters nach der Wende, insbesondere sein Einsatz für den Erhalt des VEB Spurenmetalle Freiberg. Als Geschäftsführer der neu gegründeten Freiberger Elektronikwerkstoffe GmbH  verantwortete er maßgeblich die erfolgreiche Neustrukturierung der drei Geschäftsfelder: die Produktion und Verarbeitung von Solarsilizium, von Elektroniksilizium und von Galliumarsenid. Damit erhielt der Standort Freiberg ein neues und wirtschaftlich tragfähiges, industrielles Fundament. Als späterer Werkleiter der Wacker Siltronic AG, Werk Freiberg gelang es Manfred Richter, Freiberg als zukunftsfähigen Halbleiterstandort im Wettbewerb mit anderen Standorten in Asien und in den USA zu sichern.

Zu seinen besonderen Verdiensten zählt die Wiederaufnahme der unternehmenseigenen Berufsausbildung. Im September des Jahres 2004 wurden im Freiberger Werk 52 junge Menschen ausgebildet.

Die Anzahl der Träger des Verdienstordens des Freistaates Sachsen ist mit dieser Verleihung auf insgesamt 145 gestiegen. Der Orden wird seit 1997 für Verdienste um den Freistaat Sachsen auf sozialem, wissenschaftlichem, kulturellem, wirtschaftlichem und gesellschaftlichem Gebiet verliehen. Maximal 500 Persönlichkeiten können Träger des Verdienstordens sein.

Am Standort Freiberg produziert WACKER SILTRONIC Silicium-Einkristalle mit einem Durchmesser bis 200 mm sowie polierte Siliciumwafer mit 150 mm Durchmesser. Sie sind die Basis für elektronische Bauelemente, wie sie beispielsweise in der Automobilindustrie und in der Telekommunikation zum Einsatz kommen. Ein weiteres Anwendungsfeld sind Speicherchips für die Informationsverarbeitung.
1995 übernahm WACKER die bestehenden Silicium-Aktivitäten der damaligen Freiberger Elektronikwerkstoffe GmbH, die Anfang 1996 als Werk Freiberg mit der Wacker Siltronic AG verschmolzen wurden. Im Rahmen eines umfassenden Integrationsprojektes wurde das Werk zur weltweit modernsten 150 mm Wafer-Fertigungslinie ausgebaut. Die Produktionskapazität konnte seit 1995 verdreifacht werden und liegt jetzt bei etwa 190.000 polierten Wafern pro Monat.
Ein weiterer Meilenstein für die Entwicklung des Standortes Freiberg war 1998 die Entscheidung des WACKER-Konzerns, dort ein neues 200 mm Einkristallziehwerk zu errichten. Die neue Fertigung wurde im Juli 2000 offiziell in Betrieb genommen. Sie versorgt das Waferwerk der WACKER SILTRONIC in Singapur mit Silicium-Einkristallen, die dort kundennah für den asiatischen Halbleiter-Markt zu Wafern weiter verarbeitet werden.
Bislang hat WACKER insgesamt fast 200 Mio. EUR in den Standort Freiberg investiert. Die Belegschaft hat sich von 280 im Jahr 1995 auf derzeit 560 Mitarbeiter (inkl. Auszubildende) verdoppelt. Damit ist das Werk Freiberg von WACKER SILTRONIC der größte industrielle Arbeitgeber in der Region Freiberg. Mit seinen beiden Geschäftsbereichen WACKER SILTRONIC und WACKER SILICONES ist WACKER seit 1995 bzw. seit 1998 in Sachsen aktiv. An den beiden Standorten Freiberg und Nünchritz beschäftigt das Unternehmen derzeit rund 1.400 Mitarbeiter und ist damit der größte Chemie-Arbeitgeber im Freistaat.

(16.01.2006 / Quelle: saxxess.com / www.sachsen.de / Bild: www.sachsen.de)