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23.11.2005 - Verbraucherzentrale Sachsen beklagt Werbeterror an Tür und Telefon

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Nach einer aktuellen Meldung der Verbraucherzentrale Sachsen beklagen immer mehr Verbraucher den Werbeterror von Kommunikationsunternehmen. Demnach werden die Verbraucher oder deren betagte Angehörige am Telefon von Call-Center-Mitarbeiter und an der Haustür von "aufdringlichen und rabiaten Drückern, die sich mit fadenscheinigen und oft auch plumpen Lügen Zugang zur Wohnung und zur Telefonrechnung verschaffen wollen", belästigt. Ziel sei es, Verbraucher als Kunden für Preselect-Verträge zu gewinnen.

Da die Vertreter "erfolgsorientiert" für jeden unterschriebenen oder telefonisch bestellten Vertrag bezahlt werden, sei das Wohl der Kunden zumeist völlig gleichgültig. Besonders ältere Mitbürger seien häufig Opfer dieses Werbeterrors. Die Verbraucherzentrale Sachsen nennt in diesem Zusammenhang namentlich die Unternehmen Arcor und STARCOM.

Der Wettbewerb auf dem Telekommunikationsmarkt sei offensichtlich so angespannt, dass die Firmen selbst vor solchen, ihren Ruf schädigenden Werbemethoden nicht zurückschrecken, heißt es von Seiten der Verbraucherzentrale: "Die Anbieter diskreditieren damit nicht nur sich, sondern auch ein Produkt, das nicht per se schlecht ist"; meint Evelin Voß, Telekommunikationsexpertin bei der Verbraucherzentrale Sachsen.


Die Verbraucherzentrale Sachsen rät Kunden, die an einer dauerhaften Umstellung ihres Telefonanschlusses auf einen kostengünstigen Anbieter interessiert sind, mehrere Angebote einzuholen. Diese sollten in Ruhe geprüft werden, um das für das eigene Telefonierverhalten und Gesprächsaufkommen am besten geeignete auszuwählen. Sachsens Verbraucherschützer stehen außerdem für Beratungsgespräche zur Verfügung. Einen Beratungstermin kann montags bis freitags zwischen 9 und 16 Uhr am Zentralen Servicetelefon 01805/797777 vereinbart werden (12 Cent/Min.).

(23.11.2005 / Quelle: saxxess.com / Verbraucherzentrale Sachsen / Bild: Verbraucherzentrale Sachsen)