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22.08.2005 - saxxess.event : Jährliche Netzwerkveranstaltung der sächsischen IT-Wirtschaft feierte Premiere in Leipzig

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saxxess.event 2005 im Museum der bildenden Künste Leipzig
Am Samstag Abend fanden sich 150 Gäste aus dem IT-Land Sachsen im neuen Museum der bildende Künste Leipzig ein. Eine Premiere für die Messestadt, denn die Netzwerkveranstaltung fand in den Vorjahren immer in Dresden statt. So kam auch der Gastgeber, Staatsminister Thomas Jurk, aus der Landeshauptstadt nach Leipzig und begrüßte die Gäste. Dabei erläuterte er, warum ihm die IT-Branche besonders wichtig ist: "Kein Unternehmen - egal aus welcher Branche und egal wie groß es ist - kann im Zeitalter globaler Vernetzung konkurrenzfähig sein, wenn es die Möglichkeiten der Informationstechnologie nicht qualifiziert nutzt. Und Sie spielen dabei eine Schlüsselrolle!"

Eine Einstimmung die motiviert, denn neben Prozessoren und Chips hat das IT-Land Sachsen mehr zu bieten. Einen Anreiz für Zukunftschancen sollte da das Thema UMTS liefern. Christiane Gerboth, Fernsehjournalistin bei n24 und ProSieben, moderierte die anschließende zum Teil sehr kontrovers geführte Podiumsdiskussion zum Thema UMTS.

Passend zum Titel "Überall die ganze Welt: Möglichkeiten mobiler Kommunikation" berichtete Prof. Dr. Hendrik Berndt (DoCoMo Euro-Labs) über die Nutzung der Möglichkeiten in Japan. Mit 8,4 Mio. UMTS-Nutzern ist Japan weltweit führend. In Deutschland und Europa hingegen muss sich das Verhalten erst einmal entwickeln. Noch vor zehn Jahren gehörte das Handy schließlich auch noch nicht wie Brille, Schlüssel oder Geldbeutel zu den Dingen, die man immer dabei hat. Innovationen müsse es immer zuerst geben, Nutzen und Bedarf schließen sich an, argumentierte Dr. Axel Schulz (Vodafone). Die Möglichkeit SMS zu verschicken gab es laut Schulz lange bevor der SMS-Boom losging. Wirklich interessante Anwendungen würden über UMTS allerdings auch noch nicht angeboten, konterte Dr. Thomas Wiemers (Bauhaus Uni Weimar). Innovationen und Unternehmen, die solche entwickeln, sollten gesucht und gefördert werden. Vor allem die Netzbetreiber sollten für diese Innovationen dann offen sein, wünschte sich Marktforscher Hans Jürgen Schmolke. Denn über eines waren sich nach einstündiger Diskusssion alle einig: Die Nutzer bzw. Kunden müssen die vielfältigen Möglichkeiten, die UMTS bietet, zunächst für wenig Geld kennenlernen und ausprobieren. Nur so kann sich herausstellen, für welche Anwendungen in Deutschland ein Markt besteht.

An das Thema der Diskussion schloss sich Dr. Thomas Fraps mit einem Vortrag aus Gründersicht an. Doch den Gästen wurde schnell klar, dass bei dem Vortrag etwas nich stimmt. So stellte sich Dr. Fraps schnell als "falscher Experte" heraus und leitete mit seinem Wortwitz und passenden Zauberkunststücken zum gemütlichen Teil des Abends über.

Im Museumscafé ließen die Gäste bei Köstlichkeiten rund um den Globus den Sommerabend langsam ausklingen. UMTS-Interessierte konnten im Foyer bei T-Mobile oder Vodafone Handys und Laptops mit der neuen Technologie ausprobieren und sich nach der Podiumsdiskussion selbst ein Bild machen.

(22.08.2005 / Quelle: saxxess.com / Bild: saxxess.com)