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11.08.2005 - Organische Leuchtdioden aus Dresden sind weltweit am sparsamsten

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Organische Leuchtdioden aus Dresden leuchten weltweit am hellsten
Das Dresdner Unternehmen Novaled entwickelt organische Leuchtdioden - sogenannte Oleds, die als Nachfolger für bisherige Displaysysteme wie LED und LCD gehandelt werden. Organisch sind die Oleds deshalb, weil sie Kohlenstoff-Verbindungen enthalten. Vorteile der Oleds: sie bieten eine sehr gute Farbbrillianz, einen wesentlich höheren Einblickwinkel als bisherige Bildschirme und sind vielseitiger einsetzbar.

Bei der Forschung und Entwicklung der organischen Leuchtdioden konzentrieren sich die Dresdner vor allem auf die Verbesserung der Energieeffizienz und der Lebensdauer der Oleds. Hier konnten schon beachtliche Erfolge erzielt werden. So halten die Forscher aus Sachsen nach eigenen Angaben den Weltrekord für Leuchtdioden, die mit äußerst geringer Spannung auskommen. Schon 3,4 Volt genügen, um bei den Oleds die typische Helligkeit eines TV-Bildschirms zu erzeugen. Zudem verfügen die Dresdner Entwicklungen über eine extrem lange Lebensdauer.

Dabei sind die Entwicklungen aus dem Hause Novaled nicht nur bei der Bildschirmtechnologie einsetzbar. Die Oleds werden in mehreren Schichten auf eine Trägersubstanz aufgedampft. Das können beispielsweise Glas, Metall oder Folien sein. Einen futuristischen Ausblick auf die Einsatzgebiete der Technologie wagte Anke Lemke, Sprecherin von Novaled, im Gespräch mit saxxess.com. So sei es durchaus vorstellbar, zum Beispiel Tapeten mit Oleds zu überziehen, die dann nicht nur in verschiedenen Farben leuchteten, sondern, mit entsprechenden technischen Entwicklungen, auch Fernsehprogramme oder Filme darstellen könnten.


Novaled wurde 2001 als ein Start-up des Instituts für angewandte Photophysik der TU Dresden und des Fraunhofer Instituts photonische Mikrosysteme gegründet. Im Jahr 2003 nahm das Unternehmen seine Arbeit auf, damals noch mit drei Mitarbeitern. Diese Zahl ist inzwischen auf 45 angewachsen. Eine eigene Produktion haben die Dresdner jedoch nicht. Die Lizenzen der Entwicklungen werden weltweit Herstellern von Bildschirmen zur Nutzung angeboten. Kontakte bestehen unter anderem zu Phillips und Samsung. In Asien finden Oled-Displays nach Unternehmensangaben bereits eine weitaus breitere Anwendung als in Europa.

(11.08.2005 / Quelle: saxxess.com / Novaled / Bild: Philips)