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29.06.2005 - Dresden führt computergesteuertes Verkehrsleitsystem ein

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Logo des Verkehrsleitsystems VAMOS
Seit einigen Tagen sind im Südwesten Dresdens vier Schilderbrücken an Hauptverkehrsstrecken mit sogenannten dynamischen Wegweisern ausrüstet. Diese können bei Verkehrsstörungen per Mausklick in der Zentrale Ausweichrouten anzeigen und so den Verkehr wieder ins Rollen bringen.

Die zunächst einfach erscheinende Technik hat einen Clou. Die Feststellung, dass eine Störung des Verkehrs vorliegt, wird von einem Computer errechnet. Dieser wird permanent mit großen Mengen von Daten versorgt, die an 20 eigens angelegten Pegelzählerstellen erhoben werden. Diese erfassen Informationen über die Verkehrsdichte und sind sogar in der Lage, verschiedene Fahrzeugtypen wie Motorräder oder Lastzüge zu unterscheiden. Zudem liefern Kontaktschleifen an Ampeln und besetzte Taxen Informationen zu der Verkehrslage.
Darüber hinaus erhält der zentrale Rechner auch die Daten der Zählung aus dem Autobahnamt.

Aus dieser Datenflut errechnet das System, dem die Konstrukteure der TU Dresden und zwei Ingenieurbüros den Namen "VAMOS" (Verkehrs-Analyse-Management- und Optimierungs-System) gegeben haben, wo sich Verkehrsstauungen ergeben und gibt Meldung.

Bis 2007 sollen in Dresden vier weitere dynamische Wegweiser aufgestellt werden. Zudem soll VAMOS bis dahin die Steuerung des Verkehrs vollautomatisch ohne menschliches Zutun steuern.

Dresden ist gehört mit diesem System zu den am besten ausgestatteten Städten in Deutschland. Ähnlich leistungsfähige Systeme gibt es lediglich in München, Nürnberg und Frankfurt/Main.


Das Verkehrsleitsystem VAMOS entstand in dem vom Bundesforschungsministerium geförderten Leitprojekt "Intermobil". An der Entwicklung waren neben dem Straßen- und Tiefbauamt Dresden auch die TU Dresden und zwei Ingenieurbüros beteiligt.

(29.06.2005 / Quelle: Sächsische Zeitung / Bild: www.intermobil-dresden.de)