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24.06.2005 - SLM kritisiert geplante UKW-Ausdehnung von Jugendwelle MDR - Sputnik

Logo der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien
Die SLM begründete ihre ablehnende Haltung damit, dass mit Sputnik noch ein weiteres gebührenfinanziertes öffentlich-rechtliches Formatradio - neben dem ebenfalls jugendorientierten Programm JUMP - in das dichte sächsische Rundfunkangebot käme. Das würde die wirtschaftliche Grundlage der privaten Programme weiter untergraben. "Für Jump und Sputnik kann in das sichere Gebührenaufkommen gegriffen werden, das nach der jüngsten Erhöhung der Rundfunkgebühren nicht geringer geworden ist", so der Präsident des Medienrates, Prof. Kurt-Ulrich Mayer und die Vorsitzende der SLM-Versammlung, Carmen Rosenthal.
MDR-Hörfunkdirektorin Prof. Barbara Molsen sagte, derzeit werde geprüft, das werbefreie Jugendradio in Sachsen und Thüringen empfangbar zu machen, da die Radiohörer in diesen Ländern für die gleiche Rundfunkgebühr definitiv ein Programm weniger bekämen. Diese Ungerechtigkeit sollte aufgehoben werden. Zudem bedienten Jump und Sputnik unterschiedliche Zielgruppen.
Die SLM kündigte an, zu Gunsten von R.SA und Apollo auf alle künftigen UKW-Frequenzen Anspruch anzumelden, wenn sich der MDR zur Sputnik-Einführung entscheiden sollte. Bereits jetzt existiere in Sachsen ein Frequenzverhältnis von 4:1 zu Ungunsten des privaten Rundfunks.
Die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien ist als eine von bundesweit 15 Landesmedienanstalten für die Kontrolle der privaten Hörfunk- und Fernsehveranstalter zuständig. Sie ist als Aufsichtsbehörde eine staatsunabhängige Einrichtung des öffentlichen Rechts und verwaltet sich selbst.
(24.06.2005 / Quelle: saxxess.com / SLM / Bild: SLM)



