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10.06.2005 - Leipziger Professor stellt Studie zum Verhaltenscodex von Suchmaschinen vor

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Prof. Machill bei der Tagung zur Regulierung von Suchmaschinen der LfM
Eine Studie zur Einhaltung eines Verhaltenscodex für Suchmaschinen im Internet, die der Leipziger Professor für Journalistik Prof. Machill gestern in Dortmund vorstellte, kam zu dem Ergebnis, dass die bekanntesten deutschen Suchmaschinen gegen die eigene Selbstverpflichtung verstoßen.

Im Februar 2005 unterzeichneten die Suchmaschinenbetreiber AOL Deutschland, Google Inc., Lycos Europe, MSN Deutschland, t-info, T-Online und Yahoo einen Verhaltenscodex unter dem Dach der "Freiwlligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter" (FSM), der diese zur Verbesserung des Verbraucherschutzes und vor allem zum Kinder- und Jugendschutz im Internet verpflichtet. So sollen jugendgefährdende und gesetzeswidrige Inhalte aus den Trefferlisten herausgefiltert werden. Werbung und Suchtreffer sollen eindeutig getrennt und eigene Jugendschutzbeauftragte und Beschwerdemöglichkeiten geschaffen werden.

Bei der gestern veröffentlichten Studie untersuchten die Wissenschaftler nun die Einhaltung dieser Vorgaben. So seien bei der Eingabe des Begriffs "Teenies" ausgerechnet beim Marktführer Google die ersten Treffer pornografische Websites gewesen, berichtete Professor Machill von der Uni Leipzig. Ansonsten erfülle Google aber die meisten Kriterien des Verhaltenskodex. Am schlechtesten schnitt bei der Untersuchung Lycos ab.
Trotz der entdeckten Defizite wertete Prof. Machill den Umgang mit dem Verhaltenskodex als vielversprechend.

Der Pressesprecher der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), auf deren Tagung zur Regulierung von Suchmaschinen die Studie vorgestellt wurde, sagte im Gespräch mit saxxess.com: "Die Suchmaschinenbetreiber erklärten sich bei der gestrigen Tagung einhellig dazu bereit, die Mängel schnellstmöglich zu beheben und die Verbesserungsvorschläge, die sich aus der Studie ergeben haben, umzusetzen". Insgesamt sei die Veranstaltung sehr konstruktiv gewesen, da es nicht darum ginge, die Betreiber anzuprangern, sondern Verbesserungen gemeinsam voranzubringen.

(10.06.2005 / Quelle: saxxess.com / Bild: LfM)