News-Archiv


28.04.2005 - Stößt Siemens Werk in Leipzig ab?

Vorherige Newsmeldung Nächste Newsmeldung

Beim Absatz von Handys liegt Siemens nur noch an sechster Stelle
Wie die "Leipziger Volkzeitung" am heutigen Morgen berichtete, will sich der Siemens-Konzern offenbar von seinem Werk für Mobilfunk- und Kommunikationstechnik in Leipzig trennen. Entgegen der MDR-online-Meldung steht jedoch bereits fest, dass der Standort Leipzig in eine 100%ige Tochtergesellschaft ausgegliedert wird. Damit bestehe für die ca. 500 Leipziger Mitarbeiter keine Gefahr ihren Arbeitsplatz zu verlieren.

In Leipzig produzieren etwa 500 Mitarbeiter Wireless Modules für die Datenverarbeitung und systemgebundene Telefonanlagen. Ein weiterer Geschäftsbereich ist die Reparatur von Handys. Die Mitarbeiter wurden über erste Details bereits gestern Nachmittag informiert.

Siemens-Chef Dr. Klaus Kleinfeld datierte die bevorstehende Ausgliederung auf der gestrigen Halbjahres-Bilanz- Pressekonferenz auf Anfang Oktober. Nach Meinung von Mitarbeitern könne der Termin auch schon vorher realisiert werden.

Bundesweit sind bei Siemens rund 6.000 Mitarbeiter in der Sparte Handys und Schnurlostelefone beschäftigt, jeweils 2.000 davon in Bocholt und Kamp-Lintfort, die weiteren in Leipzig, Ulm und München. Nachdem die Siemens-Handysparte im abgelaufenen Quartal einen erneuten Verlust von 138 Millionen Euro machte, hatte Siemens angekündigt, die Sparte auszugliedern und für Kooperationen mit externen Partnern zu öffnen. In den vergangenen Tagen war unter anderem über ein Bündnis mit dem US-Hersteller Motorola spekuliert worden.

(28.04.2005 / Quelle: saxxess.com / Bild: Siemens)