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20.04.2005 - Computersimulation in der Arzneimittelentwicklung wird Zahl der Tierversuche reduzieren

Dr. Martin Bertau (r.) in einem Forschungslabor des TU-Instituts für Biochemie.
"Wir möchten das bestehende Wissen über die Verarbeitung - die so genannte Verstoffwechselung - von Pharmawirkstoffen im menschlichen Organismus und die Funktionsweise von einzelnen Organen in mathematische Modelle übersetzen und dann im Computer simulieren", so Dr. Martin Bertau vom Institut für Biochemie der TU Dresden.
Das "BioSim" (Biosimulation - a new tool in drug development) betitelte "Network of excellence" wurde rückwirkend zu Anfang Dezember 2004 bewilligt und wird von der EU über eine fünfjährige Laufzeit mit 10,7 Millionen Euro gefördert.
Das Wissenschaftsnetzwerk bündelt die Aktivitäten der europäischen Spitzenforscher auf diesem Gebiet aus Naturwissenschaft, Medizin und Mathematik. Es wird von Professor Erik Mosekilde, Physikalisches Institut der Dänischen Technischen Universität in Kgs. Lyngby, koordiniert. Seitens der Pharmaindustrie ist in Dresden die Apogepha Arzneimittel GmbH beteiligt, dazu kommen Zulassungsbehörden aus EU-Ländern sowie die "European Federation of Pharmaceutical Sciences".
Neben einem Stoffwechselmodell für Pharmawirkstoffe umfassen die europaweiten Aktivitäten Ansätze zur Biosimulation von Diabetes, Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, neurologisch/psychiatrische Krankheitsbilder und Tumorerkrankungen.
An der TU Dresden arbeitet eine neun Wissenschaftler umfassende Arbeitsgruppe unter Leitung von Dr. Martin Bertau, Institut für Biochemie, sowie Wissenschaftler vom Institut für Hochleistungsrechnen an "BioSim" mit.
(20.04.2005 / Quelle: TU Dresden / Bild: Tu Dresden:Eckold)



