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31.03.2005 - Bilanzpressekonferenz der LINTEC AG: Nach Entschuldung positive Zukunftsaussichten

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Vorstandsvorsitzender Thomas Goletz und Finanzvorstand Falk Sand bei der Bilanzpressekonferenz der LINTEC AG
Auf der heutigen Bilanzpressekonferenz der LINTEC AG stellten der Vorstandsvorsitzende Thomas Goletz gemeinsam mit dem Finanzvorstand Falk Sand den Konzern-Jahresabschluss 2004 vor. Mit einem Umsatz von 15,5 Mio. Euro konnte zwar das Umsatzziel erfüllt werden, der für 2004 angestrebte Break Even wurde aber mit einem Betriebsergebnis von -5,5 Mio. Euro deutlich verfehlt.

Die wichtigsten Kennziffern im Vergleich:

   2004  2003  Differenz
   TEUR  TEUR  
Umsatzerlöse  15.502  94.190  -83,50%
Betriebsergebnis (EBIT)  -5.483  -11.173   50,90%
Ergebnis vor Steuern (EBT)  8.878  -13.680  
Konzernjahresergebnis  7.930  -6.990  
Ergebnis je Aktie  0,95 €  -2,03 €  
Operativer Cash-Flow vor Zinsen und Steuern  -1.435  5.526  
Bilanzsumme  18.061  32.207  -43,90%
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt  150  286  -47,60%
davon Auszubildende  15  31  -51,60%
 Mitarbeiter zum Stichtag 31.12.  144  208  -30,80%


Die Umsatzreduzierung hat im Wesentlichen zwei Ursachen: LINTEC hat im Jahr 2004 plangemäß unter Berücksichtigung aller Folgeaufwendungen margenschwache Massen-PC-Geschäfte nicht mehr abgewickelt. Hauptgrund war jedoch die fehlende Auftragsfinanzierung. Das operative Geschäft der LINTEC war weitgehend liquiditäts- und nicht marktgesteuert. "Vor allem in den letzten vier Monaten des vergangenen Geschäftsjahres konnten wir verschieden Großaufträge nicht annehmen, weil wir die notwendige Vorfinanzierung nicht leisten konnten. So sind uns etwa 16 Mio. Euro Umsatz und ca. 2 Mio. Euro Ertrag entgangen", erläuterte Thomas Goletz, Vorstandsvorsitzender der LINTEC AG. "Momentan arbeiten wir energisch an verschiedenen Lösungen, um diesen Engpass zu schließen", so Goletz weiter.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein Konzern-Jahresüberschuss von 7,9 Mio. Euro (-16,9 Mio. Euro Jahresfehlbetrag im Vorjahr) ausgewiesen. Dieser Überschuss resultiert zu einem maßgeblichen Anteil aus einem Einmaleffekt - der Transaktion im Juni 2004 mit der DKB AG und DKB Finance GmbH. Gegenstand der Transaktion war die Veräußerung der 86,25 %-Beteiligung der LINTEC an der MVC AG, Taucha, an die DKB Finance GmbH, Berlin. Im Rahmen des Verkaufs der MVC AG konnte u.a. die Ablösung der Kurzfristkrediten für die LINTEC AG in Höhe von ca. 7 Mio. Euro erreicht werden. Damit ist die Gesellschaft - bis auf das durch die KfW refinanzierte Darlehen für die Betriebsimmobilie - nahezu entschuldet.

Auch das Ergebnis vor Steuern wurde durch die Entkonsolidierung der MVC AG positiv beeinflusst. Mit der weitgehenden Entschuldung der Gesellschaft konnte das Unternehmen die größten Risikofaktoren eliminieren und ist damit wieder interessanter für den Kapitalmarkt. Mit einer Neupositionierung der neuen Geschäftsfelder PC & Unterhaltungselektronik sowie Produktion & Logistik hofft das Unternehmen, höhere Profitabilität zu erreichen um damit den Turnaround der LINTEC im laufenden Geschäftsjahr zu schaffen.

Bemerkenswert ist der Versuch der LINTEC AG, durch Kooperationen mit asiatischen Firmen Arbeitsplätze im Assembling von High-End-Geräten aus dem Bereich TFT-TVs aus Asien nach Taucha "zurück zu holen". Damit würde auch dem Trend der schwindenden Mitarbeiterzahl entgegen gewirkt, da Neueinstellungen möglich werden.


Die LINTEC AG strebt 2005 einen Umsatz von 32 Mio. Euro an. Zu den Kunden des Unternehmens gehören PC-Hersteller, Fachhandel und Systemhäuser, Handelsketten sowie Behörden.

(31.03.2005 / Quelle: saxxess.com / Bild: saxxess.com)