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08.03.2005 - Beginn des Testlaufs für E-Ticket "Allfa"

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ALLFA-Einfach Alles Fahren
Gestern startete im Großraum Dresden ein bundesweit einmaliges Pilotprojekt für das elektronische Ticketsystem "Allfa" (einfach alles fahren). Nachdem der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) seit Herbst letzten Jahres Freiwillige ausgewählt hat, soll das elektronische Ticketsystem im Öffentlichen Nahverkehr bis Ende August getestet werden.

An der Entwicklung des neuen Systems waren als Partner das Fraunhofer Institut Verkehrs- und Infrastruktursysteme (IVI), Siemens Transit Telematic Systems AG und das Projektbüro intermobil in Dresden beteiligt. Die von intermobil Region Dresden entwickelte Raumerfassungstechnologie dient als Grundlage der neuen Technik.

Die Probanden wählen bei der Erprobung des neuen Tickets zwischen zwei Varianten: entweder nutzen sie eines der 500 modifizierten Handys, in die zusätzlich das Allfa-Ticket integriert ist, oder sie entscheiden sich für eine elektronische Karte von der Größe einer Kreditkarte, die über ein Display, 2 Bedientasten und eine eigene Stromversorgung für die Sende- und Empfangstechnik verfügt.

In der Testphase geht es vor allem darum, Erfahrung mit der Raumerfassung und der elektronischen Tarifierung zu sammeln. Der Teilnehmer führt nur sein Ticket mit sich, weitere Handlungen sind seinerseits nicht nötig. Betritt der Besitzer solch einer Karte ein ÖPNV-Verkehrsmittel, wird das elektronische Ticket aus dem stromsparenden Ruhezustand geweckt und automatisch erfasst. Allfa fängt erst an zu zählen, sobald das Fahrzeug losfährt, dadurch ist ein Verlassen des Fahrzeugs vor der Abfahrt ohne Kostenfolge möglich.
Die Nutzer können sich ihre erfassten Daten per Post zusenden lassen oder sie selbst im Internet passwortgeschützt einsehen. Mit sorgfältiger Trennung der Nutzer- und Nutzungsdaten sorgt man für eine strikte Einhaltung des Datenschutzes.

Auf den Raum Dresden-Pirna und Altenberg beschränkt, findet der Versuch auf bestimmten Linien statt. Für den Praxistest wurden 11 Straßenbahnen, 23 Busse und 8 S-Bahnen der Deutschen Bahn mit der entsprechenden Technik ausgerüstet. Insgesamt werden 2.700 Personen an dem Projekt teilnehmen, darunter als typische Nutzergruppen 2.200 Erwachsene, 250 Kinder und 250 Schüler.
Finanziert wird das 4,3 Millionen Euro teure Projekt durch Fördermittel und Eigenanteile der beteiligten Nahverkehrsunternehmen, darunter der Verkehrsverbund Oberelbe, die Dresdner Verkehrsbetriebe AG, die DB Regio AG, die Regionalverkehr Dresden GmbH und die Verkehrsgesellschaft Sächsische Schweiz mbH.

(08.03.2005 / Quelle: DB / Bild: DB)