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07.03.2005 - Roboter als Fußballprofis an der Fachhochschule Zittau-Görlitz

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Sitz des Fachbereichs Informatik an der Hochschule Zittau-Görlitz
Die Lehrveranstaltungen des Fachbereichs Informatik an der Fachhochschule Zittau-Görlitz beweisen, dass zum Studieren auch etwas Spaß gehört. Mit Fußball spielenden Robotern, sogenannten intelligenten Agenten, begeistern Professor Reiner Böhm und seine Kollegen die Studenten der Hochschule. Seit diesem Wintersemester gibt es erstmals Lehrveranstaltungen zu intelligenten Agenten und Multiagentensystemen.

"Intelligente Agenten sind Programme (oder auch mobile Roboter), die in der Lage sind, sich selbständig einer veränderten Umwelt anzupassen und so besser die Wünsche ihrer Nutzer zu erfüllen", erläutert Informatik-Professor Böhm das Funktionsprinzip der Roboter im Gespräch mit saxxess.com.

Natürlich kommen die intelligenten Agenten aber nicht nur beim Fußballspiel zum Einsatz: Vor allem bei der Informationssuche oder als persönlicher Assistent, im E-Commerce aber auch als mobiler Guide im Tourismus können diese sehr hilfreich sein erklärt Professor Böhm. Voraussetzung ist jedoch, dass die Agenten zumindest ansatzweise über (künstliche) Intelligenz verfügen. Die Experimente mit den kleinen Stürmern dienen dazu, diese für Informatiker besonders interessanten Algorithmen zu testen.

Schwerpunktmäßig befasst sich das Team um Professor Böhm mit Multiagentensystemen. Ziel ist es, dass sich mehrere Roboter eine gestellte Aufgabe selbständig einteilen und durch Kommunikation eine Kooperation ermöglichen. Vorstellbar wäre beispielsweise ein Einsatz in der Weltraumforschung, bei dem die intelligenten Agenten sich gegenseitig ihre Aufgaben zuweisen und festlegen, wer diese erledigt.

In den Lehrveranstaltungen zu den Multiagentensysteme konfrontiert man am Standort Görlitz die Studenten mit Problemen der modernen Informatik. Experimente wie die Fußball spielenden Roboter schaffen den für die Ausbildung nötigen Praxisbezug und rüsten die Studenten spielerisch für den Einstieg ins Berufsleben.


Bestätigung, dass man mit den Versuchen in Görlitz auf dem richtigen Weg ist, erhält die Fachhochschule in Form von Drittmitteln. Professor Klaus ten Hagen, innerhalb der Informatik Vertreter des Fachbereichs Allgemeine Informatik / Datenbanken, warb für den Bereich in den vergangenen zwei Jahren 600.000 Euro Fördergelder ein. Bei seiner Arbeit geht es unter anderem um die  Entwicklung eines elektronischen Stadtführers. Der kleine Taschencomputer soll aktiv auf neue Situationen und die Vorlieben des Nutzers reagieren.

(07.03.2005 / Quelle: Fachhochschule Zittau-Görlitz / saxxess.com / Bild: Fachhochschule Zittau-Görlitz)