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21.02.2005 - Chemnitzer Know-how erleichtert Zeitplanung in KMU

Die Chemnitzer Professorin für Arbeitswissenschaft Birgit Spanner-Ulmer und ihr Mitarbeiter Ludek Hodic beim Test der neuen Software
KMU fällt es oft schwer, den zu erwartenden Zeitaufwand genau abzuschätzen, und sie sind deshalb häufig auf Erfahrungs- und Schätzwerte angewiesen. Dabei kann es leicht dazu kommen, dass nicht rechtzeitig ausgeliefert werden kann und womöglich Vertragsstrafen drohen.
Die Chemnitzer Forscher rund um die Arbeitswissenschaft-Professorin Birgit Spanner-Ulmer kommen dank des von ihnen entwickelten "Zeitdaten-Backend" zu einer weitaus höheren Plangenauigkeit. Dabei bedienen sie sich moderner mathematischer Prognoseverfahren, wie beispielsweise Regression- und Korrelationsanalysen. So werden sehr genaue Planzeiten mit den für den betriebswirtschaftlichen Alltag notwendigen Toleranzbereichen gewonnen. Zudem analysiert das System den Produktionsprozess laufend, so dass bei unvorhergesehenen Ereignissen das Zeitmanagement entsprechend aktualisiert werden kann. "Das Zeitdaten-Backend bietet die Chance, stets notwendige operative Maßnahmen zu erkennen und einzuleiten, um einen reibungslosen Produktionsablauf zu gewährleisten", erklärt der Promotionsstudent Ludek Hodic, der die Software für das Projekt entwickelt hat.
Das neue Werkzeug ist in Zusammenarbeit mit den sächsischen Maschinenbau-Unternehmen Metallbearbeitung und Vorrichtungsbau GmbH Jahnsdorf und Krauss Maschinenbau GmbH in Neumark entstanden und hat dort bereits den Praxistest bestanden. "Die ersten erfolgreichen Feldversuche haben gezeigt, dass die Methode als Excel-Tool schnell und kostengünstig auch für kleinste Unternehmen anwendbar ist", so Hodic. Das neue Verfahren soll erstmals auf der vom 2. bis 5. März 2005 stattfindenden 8. Industrie-Fachmesse INTEC in Chemnitz vorgestellt werden.
Die 1836 als Königliche Gewerbschule Chemnitz gegründete Hochschule hat heute 10.460 Studenten und 1.667 Mitarbeiter. Ihren Status als Technische Universität erhielt die TU Chemnitz 1986.
(21.02.2005 / Quelle: TU Chemnitz / Bild: TU Chemnitz)



