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04.02.2005 - Chemnitzer Forscher entwickeln virtuellen Treffpunkt für Ingenieure

Konstruieren im virtuellen Raum
Das Institut für Werkzeugmaschinen und Produktionsprozesse der TU Chemnitz und das ebenfalls in Chemnitz ansässige Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU entwickeln gemeinsam eine virtuelle Welt für den Einsatz im Werkzeugmaschinenbau. Die Arbeit ist Teil des "Kompetenznetzwerkes zur Virtuellen und Erweiterten Realität" (Vivera), dessen Ergebnisse kleinen und mittelständischen Unternehmen branchenübergreifend zur Verfügung stehen.
Die Chemnitzer Forscher beschäftigen sich in dem Teilprojekt mit der so genannten "verteilten kooperativen Virtual Reality". Dabei werden Software und mathematische Modelle entwickelt, um beispielsweise die Konstruktion und Abnahme von Umformwerkzeugen auch räumlich verteilt zu ermöglichen. Wenn ein Automobilhersteller mit seinen Zulieferern neue Konstruktionsentwürfe diskutiert, müssen sich bisher alle Beteiligten an einem Ort treffen, erläutert Projektleiter Prof. Dieter Weidlich von der TU Chemnitz. Mit Hilfe moderner internetbasierter Lösungen können sich die Beteiligten künftig von verschiedenen Orten aus Zugang in die gleiche virtuelle Arbeitsumgebung verschaffen und Entwürfe beurteilen bzw. Änderungen in Echtzeit vornehmen.
Die Forscher greifen dabei auf eine exklusiv in Chemnitz existierende Technologie zurück: Das "Virtual Reality Center Production Engineering" der Universität vereint die drei Basis-Anwendungen für die Erstellung von virtuellen Realitäten "5-Seiten CAVE", "L-Bench" und "Powerwall". Die Technologie erlaubt es dem Ingenieur, Entwürfe inmitten der virtuellen Realität wirklichkeitsgetreu zu entwickeln. Ein optisches Tracking-System erfasst dabei die Position des Betrachters und passt die mehrdimensionale Darstellung in einem 3x3x3 Meter großen Raum an den individuellen Blickwinkel an. Ein Netzwerk aus zwölf leistungsstarken Computern erbringt die dafür notwendige Rechenleistung.
Das "Virtual Reality Center Production Engineering" versteht sich als eine interdisziplinäre Kommunikationsplattform für Forschung, Industrie und Lehre sowie als Plattform zur Entwicklung und Anwendung von VR-Technologien von der Produkt- und Prozessentwicklung bis hin zur Fabrikplanung mit dem Fokus auf Maschinenbau und Produktionstechnik.
(04.02.2005 / Quelle: Professur für Werkzeugmaschinen, TU Chemnitz / Bild: Professur für Werkzeugmaschinen, TU Chemnitz)



