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31.01.2005 - Neues Verkehrsleitsystem soll Stress der Autofahrer in Leipzig senken
"Das System wird helfen, den Verkehr besser zu verteilen und auf außergewöhnliche Situationen schnell zu reagieren" sagte der Beigeordnete für Stadtentwicklung und Bau, Engelbert Lüdke-Daldrup.
In der ersten Ausbaustufe bis 2006 sollen entlang der Autobahnen A9, A14 und der hoffentlich bis dahin fertig gestellten A38 sogenannte Wechsel-Wegweiser installiert werden.
Deren, über einen Zentralrechner gesteuerte elektronische Aufschriften, informieren über die besten Wege in die Stadt, über Staus und freie Park&Ride Plätze. Das Netzwerk leitet so bei Veranstaltungen mit hohem Besucheraufkommen, wie zum Beispiel Messen, Konzerte, Weihnachtsmarkt oder Stadtfest genauso hilfreich, wie bei der Umgehung langfristiger Baustellen oder akuter Unfallsituationen.
Radardetektoren, Videokameras und Induktionsschleifen liefern dem Rechner permanent Daten über die Belegungsdichte auf den Autobahnen und den zuführenden Bundes- und Hauptstraßen. Die aktuelle Verkehrslage kann dann auch über ein neu entstehendes Internetportal abgerufen werden.
Das Projekt soll in ungefähr einem Vierteljahr starten, der Probelauf ist für Mai 2006 geplant, damit das Leitsystem bis zur Fußball-WM voll funktionstüchtig ist.
In Abhängigkeit eines noch zu ermittelnden Kosten / Nutzen Vergleiches wäre eine zweite Ausbaustufe denkbar, in welcher ab 2012 mehrere Straßen in der Stadt und eine verkehrsabhängige Ampelschaltung in das System integriert werden können.
Insgesamt ist das Investitionsvolumen der ersten Ausbaustufe mit 11,5 Millionen Euro benannt. Die Stadt Leipzig wird ca. 4,3 Millionen Euro zusteuern, wobei der Freistatt 80 Prozent des städtischen Anteils übernimmt. Der größte Teil der Investitionssumme für das Telematik-System kommt jedoch aus den Etats der beteiligten Länder Sachsen und Sachsen- Anhalt.
(31.01.2005 / Quelle: Leipziger Volkszeitung)



