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28.01.2005 - Sächsischer Mittelstand setzt auf E-Business - Förderprogramm KOMPRI geht in neue Runde

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Sächsisches Staatswappen
Mit dem Förderprogramm KOMPRI 2.2 will die Sächsische Staatsregierung auch 2005 und 2006 die kleinen und mittleren Unternehmen bei der Entwicklung und Einführung von E-Business, elektronischem Geschäftsverkehr und Prozessintegration unterstützen. Dafür stehen pro Jahr jeweils ca. zwei Mio. Euro bereit.

"Unternehmen, die die Möglichkeiten des elektronischen Geschäftsverkehrs nutzen, haben ganz klar einen Wettbewerbsvorteil", so Wirtschaftsminister Thomas Jurk. "Wir werden darum auch künftig alles tun, um kleine und mittlere Unternehmen zu ermutigen, an dieser rasanten Entwicklung 'dran' zu bleiben. Darum haben wir beispielsweise das Antragsverfahren vereinfacht und die Förderschwerpunkte neu zugeschnitten."

Grundlage für die Überarbeitung der Förderschwerpunkte war eine Umfrage des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Arbeit, an der sich 792 kleine und mittlere Unternehmen beteiligten. Nach der Umfrage nutzen 99% der Firmen Computer im Geschäftsalltag, 95% verfügen über einen Zugang zum Internet. Damit sind die Sachsen beim E-Business auf gleichem Stand mit anderen europäischen Unternehmen der gleichen Größe und Branche.
Mehr als die Hälfte der sächsischen Unternehmen arbeiten eng mit Geschäftspartnern zusammen und nutzen dazu nach eigenen Angaben bereits Formen des E-Business. Bei der durchgehenden Unterstützung von Geschäftsprozessketten mittels moderner Informationstechnologie besteht jedoch noch Nachholbedarf. So nutzen beispielsweise erst 9% der befragten Unternehmen die Möglichkeit, online eingehende Bestellungen auch automatisiert weiter zu bearbeiten.

Für die kommenden Jahre werden hier teilweise enorme Zuwachsraten erwartet: Der Anteil der Unternehmen, die Bestellungen automatisiert bearbeiten, wird sich mehr als verdreifachen, beim Einsatz anderer E-Business-Verfahren, z.B. Workflow-Management-Systemen, rechnet man mit einer Verdoppelung der Anwender.
In Auswertung der Umfrage entstand auch ein branchenspezifischer E-Business-Index, mit dessen Hilfe Unternehmen ihre Aktivitäten auf diesem Sektor selbst bewerten und sich innerhalb ihrer Branche einordnen können.
KOMPRI 2.2 startet am 1. Februar. Über das bisher geltende KOMPRI 2.1 bekamen 59 Unternehmen Zuschüsse in Höhe von bis zu 50% der anfallenden Projektkosten.

Mit "KOMPRI" (Kommunikation und Prozessintegration) fördert der Freistaat die kommerzielle Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien und -diensten. Schwerpunkt dabei sind die Verknüpfung verschiedener bislang unabhängig voneinander betriebener IT-Verfahren zu durchgängig gestalteten elektronischen Wertschöpfungsketten innerhalb von Unternehmen, aber auch zwischen Geschäftspartnern. Gefördert werden konzeptionelle Arbeiten im Vorfeld der Projekte, die Entwicklung und Einführung der Lösungen durch kompetente Dienstleister und die Qualifizierung der in den Unternehmen beteiligten Mitarbeiter.     Mehr Informationen zur Studie finden Sie hier.

(28.01.2005 / Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit / Bild: www.sachsen.de)