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28.01.2005 - "August1" soll sich zum selbstreparierenden Auto entwickeln

Selbstreparierendes Versuchsauto "August1"
Nach dem Vorbild biologischer selbstorganisierender Systeme ist es dem Team um Professor Peter Hofmann am Competence Center Elektrik/Elektronik-Architektur (EE-Architektur) der TU Dresden gelungen, die ersten selbstorganisierenden Elektronik-Komponenten für komplexe technische Systeme der Zukunft zu entwickeln.
Ziel der Forschergruppe ist es, die einzelnen Steuerelemente in einem Auto als autonomen Einheiten zu konzipieren. Diese sollen dann mit anderen Systemeinheiten kommunizieren, um im Havariefall anfallende Probleme selbstständig zu beheben. Dabei wird nicht von vornherein festgelegt, dass ein bestimmtes Element die Funktion des Anderen übernimmt, sondern die Steuerung kann auf Impulse verschiedener Elemente reagieren. Fällt also ein Steuerungsteil aus, kann eine andere Steuerung mit Hilfe von Minirechnern und intelligenter Software ein neues Element mit aufnehmen und seine Funktion übernehmen.
Ob defekter Blinkschalter, stehengebliebener Fensterheber, ausgefallenes Lenk- oder Bremssystem - die einzelnen Fahrzeugkomponenten wären also in der Lage sich zu reorganisieren.
Auch für den Lebensdauerkonflikt in Automobilen hat diese Technologie tragende Bedeutung. Sind die Elektroniksysteme aktueller Modelltypen meist schon nach wenigen Jahren veraltet, ließen sich überholte Komponenten in Zukunft automatisch in das Fahrzeug integrieren.
"August1" heißt der einem Automobil nachempfundene Versuchsträger, auf dem die Funktionsweise von dezentralen elektronischen Systemen aktuell erprobt wird. Doch bis sich das Auto selbst repariert, wird es noch eine Weile dauern, denn momentan steckt das Team der Erfinder noch in der Grundlagenforschung.
DaimlerChrysler und die Technische Universität Dresden haben das "Competence Center EE-Architektur" im November 2002 gegründet. Ziel der Kooperation ist die Entwicklung innovativer Elektronik-Konzepte sowie die Aus- und Weiterbildung von kompetentem Nachwuchs. Das Center ist organisatorisch an der Fakultät Verkehrswissenschaften "Friedrich List" der TU Dresden angesiedelt.
(28.01.2005 / Quelle: TU Dresden / Bild: TU Dresden)



