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21.01.2005 - Virtueller "DYNAMICUS" verhilft Sachsens Eiskunstläufern zum perfekten Sprung

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Abseits der Eisfläche sind die Wissenschaftler des Instituts für Mechatronik (IfM) in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Angewandte Trainingswissenschaft Leipzig (IAT) an Hochleistungsrechnern im Einsatz, um die in Erfurt und Chemnitz trainierenden Sportler auf ihre Stärken und Schwächen hin zu prüfen. Dafür steht den Chemnitzer Forschern ein virtuelles Menschmodell "DYNAMICUS" zur Verfügung, das am hiesigen Institut entwickelt wurde und im Bereich des Hochleistungssports schon häufiger zum Einsatz gekommen ist. "Einfach gesagt, wir lassen die Kufenkünstler in unserer virtuellen Computerwelt noch einmal entstehen", erläutert der IfM-Mitarbeiter Thomas Härtel, der die Entwicklung des Simulations-Tools leitet.
Das per Videokamera aufgenommene Material wird im Labor mittels festgelegter Körperpunkte in ein eigens dafür entwickeltes Menschmodell gespeist und erweckt diese zum Leben. Eine Vielzahl von Linien wird zu einer täuschend echten Gesamtsimulation zusammengefügt, die den Bewegungsverlauf, jeden Gelenkwinkel und alle denkbaren Raumkoordinaten wiedergeben. Von einer übersichtlichen Bedienoberfläche aus lässt sich die animierte Figur vorwärts und rückwärts durch alle Bewegungsstadien verfolgen, Tabellen und Kurven geben eine ausführliche biomechanische Auswertung über die Sprunghöhe, den Gesamtdrehimpuls oder die Bewegung aller einzelnen Körperteile. Nicht der kleinste Patzer bleibt so unentdeckt. Alle gesammelten Daten werden ausgewertet, so dass auf diese Weise genau verglichen werden kann, ob sich die Leistungen und vor allem die Sprungtechnik der sächsischen Eiskunstläufer gegenüber früheren Versuchen verbessert haben.
Das gemeinsam vom Institut für Mechatronik und dem Institut für Angewandte Trainingswissenschaft zu bearbeitende Projekt "Simulative Untersuchungen zu effektiven Drehtechniken im Eiskunstlauf" wird noch bis Ende 2005 vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft gefördert. Neben den beiden Forschungsinstituten ist auch der Olympiastützpunkt Chemnitz-Dresden in die Kooperation eingebunden.
(21.01.2005 / Quelle: Institut für Mechatronik - TU Chemnitz / Bild: Institut für Mechatronik - TU Chemnitz)



