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16.03.2005 - Grafische Benutzeroberfläche für die Planung und Optimierung breitbandiger Telekommunikationsnetze

Grafische Benutzeroberflächen der TU Dresden werden auf der CeBIT vorgestellt
Buchstäblich in jeder Sekunde wächst die Zahl der Internetnutzer. Aber auch neue multimediale Anwendungen erhöhen die Anforderungen an die Geschwindigkeit der Zugangsnetze. Weltweit sind daher heute Hochgeschwindigkeitszugangsnetze zwingend erforderlich. Telekommunikationsnetze, die mit vertretbaren Kosten und in hoher Qualität realisiert werden müssen.
Um die jeweils effektivste Netztopologie zu finden, ist es daher ratsam, schon bei der Planung von Telekommunikationsnetzen verschiedene Parameter zu optimieren. Aus Expertensicht sollte die endgültige Netzstruktur die bestmöglichen Eigenschaften aufweisen: Der Netzbetreiber denkt natürlich an ein Netz, das möglichst geringe Kosten verursacht. Doch natürlich muss ein kostenseitig optimiertes Netz trotzdem akzeptable Leistungen anbieten. Der Fachmann duldet zum Beispiel nur eine geringe Netzverzögerung und Blockierungswahrscheinlichkeit, zugleich erwartet er eine hohe Netzzuverlässigkeit und einen optimalen Netzdurchsatz. Wegen der hohen Komplexität dieses Planungsproblems wurden bislang unterschiedliche heuristische Algorithmenklassen angewendet.
Am Lehrstuhl für Telekommunikation der TU Dresden entwickelten Prof. Ralf Lehnert und seine Mitarbeiter nunmehr eine graphische Benutzeroberfläche (GUI) für die flexible Anwendung dieser Algorithmen bei praktischen Planungsproblemen. Diese GUI wird zum Erstellen, Bearbeiten und Visualisieren von Netztopographien verwendet. Mit Hilfe der implementierten Algorithmen ist es so möglich, die verschiedensten Optimierungsprobleme zu bearbeiten. Speziell zur Verbesserung von Glasfaser-VDSL Zugangsnetzen können Parameter wie Kosten, Portanzahl und Verkehr zwischen den Netzknoten angegeben werden. Nach Ablauf der Optimierungsalgorithmen werden die erzeugten Ergebnisse in der Benutzeroberfläche dargestellt und beurteilt.
Realisiert wurden die Forschungsarbeiten im Rahmen des MultiTeraNet-Teilprojekts "SpiderGate" Hand in Hand mit der Stuttgarter Alcatel SEL AG. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) förderte das Projekt teilweise.
(16.03.2005 / Quelle: saxxess.com / TU Dresden / Bild: saxxess.com)



