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25.07.2008 - Qimonda und Infineon geben Quartalszahlen bekannt

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Logos Infineon und Qimonda

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Gestern gaben die beiden börsennotieren Unternehmen ihre aktuellen Kennzahlen bekannt. Demnach ging bei Qimonda für das am 30. Juni abgelaufene dritte Geschäftsquartal der Umsatz gegenüber dem Vorquartal um 7 Prozent von 412 Millionen Euro auf 384 Millionen Euro zurück. Der Chiphersteller verzeichnete ein negatives EBIT (= Gewinn vor Steuern und Zinsen) von 386 Millionen Euro (EBIT 2. Quartal 2008: -468 Millionen Euro). Der Konzernfehlbetrag lag bei 401 Millionen Euro.

Der Bruttoverlust und der Konzernfehlbetrag wurden laut Unternehmensaussage vom deutlichen Preisverfall auf dem Markt beeinflusst. Seine geplanten Investitionsaufwendungen für das Geschäftsjahr 2008 hat Qimonda auf einen Umfang von 370 bis 420 Millionen Euro reduziert. 32 Prozent seines Umsatzes erzielte Qimonda in Nordamerika, 16 Prozent in Europa, 41 Prozent im asiatisch-pazifischen Raum und 11 Prozent in Japan.

Die Infineon-Tochter Qimonda AG befindet sich seit längerer Zeit in Turbulenzen. Aufgrund der anhaltend schlechten Geschäftszahlen hatte das Unternehmen im April bekannt gegeben, weltweit 10 Prozent seiner Stellen abzubauen. Der Mutterkonzern Infineon streicht derzeit ebenfalls flächendeckend Stellen, auch in Dresden. Das Unternehmen plant außerdem, seine Qimonda-Beteiligung abzustoßen: Der derzeitige Anteil von 77,5 Prozent soll spätestens bis zur Hauptversammlung 2009 auf unter 50 Prozent reduziert werden.

Infineons Umsatz lag im dritten Quartal des Geschäftsjahrs 2008 bei 1.029 Millionen Euro (ohne Qimonda) und damit 2 Prozent unter dem Wert des Vorquartals. Der Rückgang gegenüber dem Vorquartal resultiere aus einem niedrigeren Umsatz im Segment Automotive, Industrial & Multimarket, so das Unternehmen. Das Infineon EBIT ohne Qimonda lag im dritten Geschäftsquartal bei 71 Millionen Euro und damit über dem Wert von 36 Millionen Euro im Vorquartal.

Das Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten betrug im dritten Quartal minus 637 Millionen Euro. Es beinhaltete Infineons Anteil an Qimondas Fehlbetrag sowie Abschreibungen in Höhe von 411 Millionen Euro für die Wertberichtigung von Qimonda auf den geschätzten Zeitwert abzüglich noch anfallender Verkaufskosten.

Aufgrund der derzeitigen Entwicklung plant Infineon, weltweit 3.000 Stellen abzubauen. Die Stellenstreichung betreffe alle Standorte, Funktionen und Hierarchieebenen. Infineon-Pressesprecher Günter Gaukler betonte jedoch auf Nachfrage von saxxess.com, dass hierbei bereits die vorgesehenen Stellenstreichungen für Dresden enthalten seien. Bereits im Dezember 2007 hatte Infineon angekündigt, mehr als 600 Arbeitsplätze von insgesamt 2.300 in Dresden abzubauen, da das Tochterunternehmen Qimonda einen Fertigungsauftrag für Speicherchips gekündigt hatte. Aktuell beschäftigt Infineon in Dresden noch 1.850 Mitarbeiter.


Die Infineon Technologies AG mit Sitz in Neubibach bei München bietet Halbleiter- und Systemlösungen für Automobil-, Industrieelektronik und Multimarket sowie für Anwendungen in der Kommunikation. Der Konzern ist an den Börsen in Frankfurt und New York notiert und beschäftigt weltweit rund 43.000 Mitarbeiter (mit Qimonda). Infineon unterhält in Dresden einen Produktionsstandort, an dem Logikchips mit komplexer Fertigungstechnologie auf Basis von 200-mm-Siliziumscheiben hergestellt werden.

Die Qimonda AG ist ein international agierender Anbieter von Speicherprodukten mit einem breiten DRAM-Produktportfolio. Das Unternehmen verfügt weltweit über rund 13.500 Mitarbeiter, kann auf fünf 300-mm-Fertigungsstätten auf drei Kontinenten zugreifen und betreibt sechs Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen. Qimonda bietet DRAM-Produkte für eine Vielzahl von Anwendungen, wie Computing, Infrastruktur, Grafik, Mobil und Consumer.

(25.07.2008 / Quelle: saxxess.com / Infineon AG / Qimonda AG / Bild: Infineon AG / Qimonda AG)