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15.05.2008 - Rund 600 Arbeitsplätze bei Qimonda Dresden in Gefahr

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Die Stellenabbau bei Qimonda geht auch an Sachsen nicht vorbei: Der krisengeschüttelte Chiphersteller will in Dresden von insgesamt 3.400 Arbeitsplätzen rund 350 streichen, außerdem sind 250 Leiharbeiter von den Entlassungen betroffen. Unternehmenssprecherin Anja Berger bestätigte heute gegenüber saxxess.com einen entsprechenden Bericht der Sächsischen Zeitung (Donnerstagausgabe). Derzeit befänden sich die Geschäftsführung und die Betriebsräte aber noch in Verhandlungen. Nachdem Qimonda im letzten Quartal wieder hohe Verluste verzeichnen musste, kündigte das Unternehmen im April an, etwa 10 Prozent des Personals weltweit einsparen zu wollen.

Der Sächsischen Zeitung zufolge sei von den geplanten Stellenkürzungen in Dresden vor allem der Bereich Forschung und Entwicklung betroffen, weniger die Produktion. In den aktuellen Verhandlungen gehe es außerdem auch um die Zukunft der 250 Dresdner Infineon-Mitarbeiter, die gemäß einem Abkommen zwischen beiden Unternehmen zu Qimonda Dresden wechseln sollen (saxxess.com berichtete), so Anja Berger.

Beim Mutterkonzern Infineon werden derzeit ebenfalls flächendeckend Stellen abgebaut, auch in Dresden. Das Unternehmen plant außerdem, seine Qimonda-Beteiligung abzustoßen: Der derzeitige Anteil von 77,5 Prozent soll spätestens bis zur Hauptversammlung 2009 auf unter 50 Prozent reduziert werden.


Die Qimonda AG, ein Tochterunternehmen der Infineon AG, ist ein international agierender Anbieter von Speicherprodukten mit einem breiten DRAM-Produktportfolio. Das Unternehmen verfügt weltweit über rund 13.500 Mitarbeiter, kann auf fünf 300-mm-Fertigungsstätten auf drei Kontinenten zugreifen und betreibt sechs Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen. Am Standort Dresden, dem unternehmensweit führenden Forschungs- und Entwicklungszentrum, sind zurzeit über 3.400 Mitarbeiter beschäftigt. Qimonda bietet DRAM-Produkte für eine Vielzahl von Anwendungen, wie Computing, Infrastruktur, Grafik, Mobil und Consumer.

(15.05.2008 / Quelle: saxxess.com / Qimonda AG / Sächsische Zeitung / Bild: Qimonda AG)