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30.04.2008 - Starkes West-Ost-Gefälle im Internet

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Grafik Ost-West-Gefälle im Internet
Grafik Ost-West-Gefälle im Internet
Was die Internetpräsenz angeht, liegt Deutschland weltweit hinter den USA auf Rang zwei. Das gab der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) in Berlin bekannt. Allerdings gebe es weiterhin deutliche Unterschiede zwischen Alten und Neuen Bundesländern: Im Web präsentiert sich Deutschland überwiegend westdeutsch. Dies lasse sich an der Zahl der Webadressen ablesen, die auf das Kürzel ".de" enden, so BITKOM. Ende 2007 kamen in Hessen und Bayern auf tausend Einwohner knapp 150 Internetadressen, fast drei Mal so viele wie in Mecklenburg-Vorpommern mit 65 und Sachsen-Anhalt mit 54 Webadressen. Die fünf Neuen Bundesländer bilden gemeinsam das Schlusslicht im deutschsprachigen Web: Mit 80 Internetadressen pro tausend Einwohner liegt Sachsen auf Platz 12, gefolgt von Brandenburg, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt.

In Deutschland ist die Zahl der Webseiten seit Beginn des Internet-Booms im Jahr 1999 stetig und weitgehend gleichmäßig angestiegen. Deutsche Webseiten-Inhaber (Unternehmen oder Privatleute) nutzen vor allem Adressen der so genannten Top-LevelDomain ".de". Internethochburgen sind einige Städte in Bayern. In der Universitätsstadt Regensburg kommen auf tausend Einwohner 380 Webadressen, es folgen München (317) und Nürnberg (298), danach Frankfurt am Main (296) und Bonn (284). Die .de-Domains sind aber auch außerhalb Deutschlands verbreitet: Sieben Prozent der .de-Adressen wurden im Ausland registriert, vor allem in der Schweiz, den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

An der Spitze aller Webadressen weltweit liegt ".com" mit fast 75 Millionen Einträgen, überwiegend aus den USA. Es folgt ".de" mit derzeit rund 12 Millionen Registrierungen. Auf den Rängen drei und vier liegen mit jeweils gut 11 Millionen Einträgen die international verbreitete Adresse ".net" sowie ".cn" für China. Auf den Rängen befinden sich ".uk" aus Großbritannien und ".org" mit jeweils über 6,5 Millionen Einträgen. Ab Herbst 2008 wird der Namensraum im Internet erweitert. In Vorbereitung sind vor allem zweckorientierte Webadressen wie ".shop", ".job" oder ".travel". Zudem soll es künftig lokale Adressen geben wie ".berlin" oder ".london".

Alle Angaben beruhen laut BITKOM auf Daten des Deutschen Network Information Center (Denic).


Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) vertritt mehr als 1.100 Unternehmen, davon 850 Direktmitglieder mit etwa 135 Milliarden Euro Umsatz und 700.000 Beschäftigten. Hierzu zählen Anbieter von Software, IT-Services und Telekommunikationsdiensten, Hersteller von Hardware und Consumer Electronics sowie Unternehmen der digitalen Medien. Der BITKOM setzt sich insbesondere für bessere ordnungspolitische Rahmenbedingungen, eine Modernisierung des Bildungssystems und eine innovationsorientierte Wirtschaftspolitik ein.

(30.04.2008 / Quelle: saxxess.com / BITKOM / Bild: BITKOM)

 

 


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