Studien


22.10.2007 - BIBB-Studie: Fernlehrgänge setzen auf World Wide Web

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E-Learning Situation
E-Learning Situation
Moderne Fernlehrangebote kommen ohne Internet fast nicht mehr aus. Das geht aus einer Umfrage des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) unter mehr als 400 Anbietern hervor. Demnach nutzen rund zwei Drittel der Anbieter von Fernlehrgängen bereits das World Wide Web. Posititv bewertet wird dabei, dass die Kommunikation unter den Teilnehmern und mit dem Betreuer einfacher seien. Zudem könnten die Teilnehmer digitale Lerninhalte jederzeit wieder verwenden.

Mit den technischen und didaktischen Möglichkeiten, die das Internet bietet, ist es dem Betreuer zusätzlich möglich, den unterschiedlichen Lernstilen gerecht zu werden. Dennoch sehen 22 Prozent der Befragten keinen Nutzen in netzgestützten Lernangeboten. Ihrer Meinung nach lässt sich die traditionelle Lernsituation in der Gruppe nicht durch individuelle und isolierte Lernprozesse am heimischen Rechner ersetzen. Außerdem würden nicht alle Teilnehmer über ausreichende EDV-Kenntnisse verfügen.

Um diese Schwachstellen des reinen E-Learnings auszuräumen, setzen die Anbieter zunehmend auf "Blended Learning".  Neben dem individuellen Lernen vor dem Computer sollen begleitendes Fachpersonal und Präsenzphasen für soziale Interaktion sorgen. Dabei erwarten die Anbieter von den Betreuern einschlägige Kenntnisse und Qualifikationen, um "Blended Learning"erfolgreich umzusetzen. Außerdem wird davon ausgegangn, dass bei der zukünftigen Gestaltung von Fernlehrgängen neue Technologien wie "Wikis" und "Podcasts" an Bedeutung gewinnen. "Web 2.0"-Technologien kommen eher verhaltener zum Einsatz.

Das Thema Qualität wird bei allen Anbietern von internetgestützten Fernlehrgängen besonders groß geschrieben.  Mehr als 70 Prozent der Befragten gaben an, dass das in Deutschland geltende Zulassungsverfahren nach dem Fernunterrichtsschutzgesetz (FernUSG) wichtig für die Qualitätssicherung sei. Drei Viertel der befragten Anbieter setzen in ihren Einrichtungen eigene Instrumente zur Qualitätssicherung bzw. -entwicklung ein. Die Mehrheit vertraut dabei auf umfassende Qualitätsmanagementsysteme wie zum Beispiel DIN EN ISO 9001.


Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat den gesetzlichen Auftrag, Entwicklungen im Bereich des Fernlernens zu analysieren und Anbieter von Fernlehrgängen zu beraten. Mit Forschungsprojekten und Entwicklungsvorhaben  möchte das Institut den berufsbildenden Fernunterricht  verbessern und in Zusammenarbeit mit der Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) begutachten.

(22.10.2007 / Quelle: saxxess.com/ Bundesinstitut für Bildung (BIBB) / Bild: saxxess.com)

 

 


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